Unser neues Mischfutterwerk

Hinter dem neu gegründeten ETS Mischfutterwerk GmbH & Co. KG (Effiziente Tierernährungs Strategien) stehen die Unternehmen Raiffeisen Westfalen Nord eG, Raiffeisen Teuto Süd eG und Eilers Futtermittel GmbH & Co. KG. Ab 2017 möchten wir an unserem neuen Standort in Ladbergen zunächst 150.000 t Mischfutter produzieren. Es werden Silos und Lagerhallen für Getreide, Futtermittel und Dünger mit einem Fassungsvermögen von 17.000 t errichtet. Unser Schwerpunkt liegt auf der Verarbeitung von Getreide und der Produktion von Mischfutter, aber auch die Lagerung und der Handel von Dünge- u. Futtermittel ist angedacht. Unser neues Werk liegt strategisch äußerst günstig am Dortmund-Ems-Kanal, sodass wir im Bereich Rohwarenmanagement absolut flexibel agieren und Frachtvorteile für alle Partner nutzen können. Weiterlesen

Informationsabend „ETS Futterprogramme“

„Stabile Ferkelgewichte durch ETS Futterprogramme“  

Klar wissen wir alle, dass Ferkel gut behandelt werden müssen – gerade ganz zu Anfang!

Besonders Temperatur, Luft, Feuchte, Wasser, Futter und Management sollten gut aufeinander abgestimmt werden, damit ein vierfacher Gewinn für Tier + Umwelt + Verbraucher und Landwirt erzielt werden kann. Fleiß, Ordnung und Fürsorge sind enorm wichtig.

Um Ihnen aufzuzeigen, wie wir diese Ziele gemeinsam erreichen können, laden wir Sie recht herzlich zum Informationsabend „ETS Futterprogramme“ ein.

Das Programm sowie die Anmeldung finden Sie hier: Anmeldung & Programm

MiaTrace Zink – neuartiges Zinkprodukt im ETS Fütterungskonzept

Der Einsatz von Zink trägt nachweislich zur Verringerung von Durchfällen bei Absatzferkeln bei. Aus diesem Grund wurde in der Vergangenheit häufig Zinkoxid (ZnO) zur Reduzierung von Antibiotika in der Ferkelaufzucht eingesetzt. Aufgrund von Diskussionen über Zinkanreicherungen in Ackerböden oder Resistenzbildungen gegen Zink oder Antibiotika (Kreuzresistenzen) wurde die Einsatzmenge im Ferkelfutter auf 150 mg/kg Futter begrenzt.

Um die Tiere weiterhin optimal versorgen zu können und den Antibiotikaeinsatz gleichzeitig zu minimieren, wird ständig weiter geforscht. Eine mögliche Alternative bietet das neuartige Zinkprodukt „MiaTrace Zink“, welches im ETS Fütterungskonzept eingesetzt wird. Durch ein einzigartiges Herstellungsverfahren wird aus einer Vormischung aus Zinkoxid und Zinksulfat das „MiaTraceZn“ herstellt, welches gezielt ionisches Zink im Dünndarm freisetzt. Dadurch gelingt es mit 110 mg „MiaTraceZn“, 2500 mg Zinkoxid zu ersetzen.

Im Gegensatz zu fettverkapselten Produkten, dessen Freisetzung schlagartig erfolgt, ermöglicht MiaTraceZn durch ein spezielles Kapselverfahren eine gezielte Freisetzung von Zinkionen über den gesamten Verdauungskanal hinweg. Die Zinkionen erschweren den E.Coli-Keimen die Anheftung an die Darmschleimhaut. Folglich können weniger Endotoxine gebildet werden, wodurch das Risiko für Durchfälle oder Ödeme reduziert werden kann.

2014 wurde an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Zentek ein Fütterungsversuch mit MiaTraceZn durchgeführt. Untersucht wurden 4 Fütterungsgruppen mit jeweils 10 Versuchstieren. Der Versuchszeitraum war auf die ersten 14 Tage nach dem Absetzen beschränkt, da zu diesem Zeitpunkt die größten gesundheitlichen Probleme zu erwarten sind.

Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Parameter

Keine Zn Supplementierung 1000 mg Zn aus ZnO 100 mg Zn aus ZnO

100 mg Zn aus MiaTraceZn

Lebendmassezunahmen

2,13 kg

2,82 kg

2,71 kg

3,19 kg

Futterverwertung

1,449

1,221 1,318

1,255

E.Coli Konzentration an der Dünndarmschleimhaut

4242 KBE/g

479 KBE/g 4563 KBE/g

545 KBE/g

Diese Ergebnisse konnten durch eine Untersuchung von Prof. Dusel der Fachhochschule Bingen gefestigt werden. Während einer Aufzuchtdauer von 7 Wochen erhielten zwei Vergleichsgruppen gleiche Futtermischungen, die sich ausschließlich in der Zinkquelle unterschieden (Kontrollgruppe = 120 ppm Zink aus Zinkoxid; Versuchsgruppe = 120 ppm Zink aus MiaTrace Zn). Über den gesamten Versuchszeitraum konnten bei der Versuchsgruppe Tageszunahmen von 460 g, bei der Kontrollgruppe von 435 g dokumentiert werden. Dieser signifikante Unterschied von 6 % war durch eine höhere Futteraufnahme erklärbar.

Mehr Darmgesundheit – höherer Gewinn

D.h. bei einer Aufzucht von 7-28 kg (21 kg Zuwachs) ergeben 6 % ein Mehrzuwachs von 1,26 kg. In der Praxis ist es üblich pro kg Mehrgewicht 1,00 € zu bezahlen. Das bedeutet also 1,26 € Mehrerlös je Ferkel. Die Kosten für 120 ppm MiaTarce Zn im Futter liegen pro Ferkel bei 0,10 €. Der Mehrgewinn beträgt also 1,16 € pro Ferkel!

Bei Fragen melden Sie sich im Büro oder direkt bei Eva Schoo 0151 54464412